Verabschiedung von B. Tibi von der Basler Zeitung mit der Würdigung von Benedict Neff “Ein unbequemer Denker. Politikwissenschaftler Bassam Tibi veröffentlicht seine BaZ Beiträge in einem neuen Buch”

Der Schweizer Pressekonzern Tamedia hat die Basler Zeitung erworben und führt sie weiter mit einem anderen Konzept, das lange Essays nicht mehr zulässt. Nach einer regelmäßigen Mitarbeit als Essayist verlässt Bassam Tibi, der zwischen Juli 2016 und Oktober 2018 monatlich einen BaZ-Essay veröffentlichte; diese Zeitung. (mehr …)

Artikel in BaZ über “Zerfall der politischen Kultur in Deutschland” von Bassam Tibi

Europäische, vorwiegend angelsächsische Debating Culture ist eine unerlässliche politische Kultur der Demokratie; sie wird von folgenden drei Regeln geleitet: “We agree to disagree with respect.” Die Verwestlichung der deutschen politischen Kultur nach der Befreiung von der Nazibarbarei schloss eine Aneignung dieser politischen Kultur für ein westliches Deutschland ein. Tibi argumentiert in seinem letzten BaZ Abschiedsartikel, dass dieses westliche Deutschland durch eine Diskontinuität gefährdet ist; unter dem Merkel – Regime ist die Verwestlichung Deutschlands abgebrochen. Heute ersetzen Schimpfworte und Keulen das Vortragen von Argumenten nach dem oben zitierten angelsächsischen Muster.

“Bitte schön nüchtern bleiben. Deutschland tut sich schwer mit den muslimischen Zuwanderern” – Artikel von Bassam Tibi im NZZ-Feuilleton erschienen

“Bitte schön nüchtern bleiben. Deutschland tut sich schwer mit den muslimischen Zuwanderern” – Artikel von Bassam Tibi im NZZ-Feuilleton erschienen

Der Umgang mit dem Fremden ist viel älter als globale Migration. Dieser war immer von den Kontrasten: Barbaren/ Bon Sauvage gekennzeichnet. Auf der Basis seiner Trialogue Erfahrungen beim US – Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. im Projekt “Encountering the Stranger” hatte Bassam Tibi diesen Artikel über die Unfähigkeit der Deutschen, mit den Muslimen umzugehen geschrieben. Tibi befindet, dass die Deutschen auch in Bezug auf den Islam zwischen Verteufelung und Verherrlichung pendeln.

Den am 29. September 2018 erschienene Essay können Sie auf der Webseite der NZZ vollständig nachlesen.

Artikel “Der neue Antisemitismus” von Bassam Tibi in der Basler Zeitung erschienen

In Deutschland kommt der Antisemitismus traditionell aus der rechten Nazi-Ecke; doch gibt es heute dazu einen neuen “Antisemitismus”, der sowohl in der Welt des Islam wuchert als Antizionismus verkleidet und ebenfalls einen linken Antisemitismus , verdeckt als Israel-Kritik. In dem am 28.8.2018 in der Basler Zeitung und frei verfügbaren Artikel fragt Bassam Tibi, wie die deutsche Politik mit dem neuen Antisemitismus im Kontext der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit des Mordes an sechs Millionen Juden umgeht.

Artikel in der Basler Zeitung vom 28.8.2018

BaZ-Artikel von B. Tibi: Tugendwächter und Gesinnungsdiktatoren: Anmerkungen zu Angela Merkels Credo „Der Islam gehört zu Deutschland“

Parallel zu der rapiden Zunahme der islamischen Zuwanderung nach Deutschland (nach der statistischen Prognose von PEW/New York und Washington werden 2050 20% der Wohnbevölkerung Deutschlands aus Muslimen bestehen) entsteht ein doppelter Bedarf: 1. Mehr Wissen über den Islam zu erwerben; 2. Eine Debatte über Integration der Zuwanderer zu führen.

In diesem Artikel (hier nachzulesen) wird behauptet, dass beide Voraussetzungen fehlen und jede Arbeit daran bewusst unterbunden wird. Die Problematik wird am Gegenstand des Credos der Bundeskanzlerin „Der Islam gehört zu Deutschland“ illustriert. Tibi ist der Auffassung, dass das zitierte Credo ebenso wie das frühere „Wir schaffen das“ aus einer leeren Hülse besteht.

Der Artikel vertritt die empirisch-solide Aussage, dass es einen einheitlichen Islam, also „den“ Islam in der Realität nicht gibt. Die islamische Zivilisation ist in höchstem Maße religiös und kulturell binnendifferenziert. Die richtige Frage müsste daher lauten: Welcher Islam für Deutschland?

Der Artikel veranschaulicht an Beispielen aus der Presse – Die Welt, FAZ, Die Zeit –, dass eine Debatte fehlt. Der Leiter des Außenpolitik-Ressorts der Zeitung Die Welt, Jacques Schuster, argwöhnt, dass Tugendwächter Andersdenkende in einem „Gewerbe der Niedertracht“ moralisch „hinrichten“. Auf diese Weise kann die Islam-Problematik in Europa nicht angemessen diskutiert werden.

Im Artikel wird eine iranische Migrantin zitiert, die beanstandet: „Deutschland ist ein Zuwanderungs-, kein Integrationsland“.

BaZ-Artikel von B. Tibi: Europa am Scheideweg. Minderheitenkollektiv oder Citoyen-Individuum? Die Konzepte, die sich gegenüberstehen, sind unversöhnlich

Anders als Europa hat der Islam seine eigene Geschichte; beide Zivilisationen hattenzwar zivilisatorische Begegnungen, haben aber zu keinem Zeitpunkt zueinander gehört. In der neueren Geschichte kommt ein zugewanderter Islam mit vielen Millionen Migranten und damit auch mit vielen Problemen und Konflikten nach Europa, ohne dass die Europäer hierauf vorbereitet sind. (mehr …)