Artikel “Der neue Antisemitismus” von Bassam Tibi in der Basler Zeitung erschienen

In Deutschland kommt der Antisemitismus traditionell aus der rechten Nazi-Ecke; doch gibt es heute dazu einen neuen “Antisemitismus”, der sowohl in der Welt des Islam wuchert als Antizionismus verkleidet und ebenfalls einen linken Antisemitismus , verdeckt als Israel-Kritik. In dem am 28.8.2018 in der Basler Zeitung und frei verfügbaren Artikel fragt Bassam Tibi, wie die deutsche Politik mit dem neuen Antisemitismus im Kontext der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit des Mordes an sechs Millionen Juden umgeht.

Artikel in der Basler Zeitung vom 28.8.2018

BaZ-Artikel von B. Tibi: Tugendwächter und Gesinnungsdiktatoren: Anmerkungen zu Angela Merkels Credo „Der Islam gehört zu Deutschland“

Parallel zu der rapiden Zunahme der islamischen Zuwanderung nach Deutschland (nach der statistischen Prognose von PEW/New York und Washington werden 2050 20% der Wohnbevölkerung Deutschlands aus Muslimen bestehen) entsteht ein doppelter Bedarf: 1. Mehr Wissen über den Islam zu erwerben; 2. Eine Debatte über Integration der Zuwanderer zu führen.

In diesem Artikel (hier nachzulesen) wird behauptet, dass beide Voraussetzungen fehlen und jede Arbeit daran bewusst unterbunden wird. Die Problematik wird am Gegenstand des Credos der Bundeskanzlerin „Der Islam gehört zu Deutschland“ illustriert. Tibi ist der Auffassung, dass das zitierte Credo ebenso wie das frühere „Wir schaffen das“ aus einer leeren Hülse besteht.

Der Artikel vertritt die empirisch-solide Aussage, dass es einen einheitlichen Islam, also „den“ Islam in der Realität nicht gibt. Die islamische Zivilisation ist in höchstem Maße religiös und kulturell binnendifferenziert. Die richtige Frage müsste daher lauten: Welcher Islam für Deutschland?

Der Artikel veranschaulicht an Beispielen aus der Presse – Die Welt, FAZ, Die Zeit –, dass eine Debatte fehlt. Der Leiter des Außenpolitik-Ressorts der Zeitung Die Welt, Jacques Schuster, argwöhnt, dass Tugendwächter Andersdenkende in einem „Gewerbe der Niedertracht“ moralisch „hinrichten“. Auf diese Weise kann die Islam-Problematik in Europa nicht angemessen diskutiert werden.

Im Artikel wird eine iranische Migrantin zitiert, die beanstandet: „Deutschland ist ein Zuwanderungs-, kein Integrationsland“.

BaZ-Artikel von B. Tibi: Europa am Scheideweg. Minderheitenkollektiv oder Citoyen-Individuum? Die Konzepte, die sich gegenüberstehen, sind unversöhnlich

Anders als Europa hat der Islam seine eigene Geschichte; beide Zivilisationen hattenzwar zivilisatorische Begegnungen, haben aber zu keinem Zeitpunkt zueinander gehört. In der neueren Geschichte kommt ein zugewanderter Islam mit vielen Millionen Migranten und damit auch mit vielen Problemen und Konflikten nach Europa, ohne dass die Europäer hierauf vorbereitet sind. (mehr …)

BaZ-Artikel von B. Tibi: Wenn Europa so weitermacht, wird es zu Eurabia

Im neuen Jahrhundert finden parallel zwei Entwicklungen in Europa statt, von deren Ausgang die Zukunft dieses Kontinents und seiner Zivilisation abhängen wird. Beide Entwicklungen werden in diesem BaZ-Artikel vom 5.4.2018 anhand der Arbeiten von drei international führenden Experten erörtert:

1. Der einen Monat nach dem Erscheinen des Artikel verstorbenen Princeton-Historikers Bernard Lewis prognostizierte, dass Europa gegen Ende des Jahrhunderts islamisch werden würde;

2.Eein weiterer Experte ist Walter Laqueur, der von „den letzten Tagen Europas“ spricht;

3. Im Mittelpunkt des Artikels steht jedoch das Buch „Eurabia“ von der in Ägypten geborenen jüdischen Publizistin Bat Ye’or.

Kurz: Die angesprochenen zwei parallelen Entwicklungen sind: Völkerwanderung aus der Welt des Islam nach Europa bei fehlender Integration der Zuwanderer. Unter Integration versteht Tibi, dass muslimische Migranten europäische Citoyens werden. Die angeführten zwei Entwicklungen werden anhand der Arbeiten der angeführten drei Experten analysiert und beleuchtet.


 

Artikel über die Rückkehr der Religion in die Politik in der BaZ erschienen

Im Mittelpunkt dieses in der Basler Zeitung am 30. Januar 2018 erschienenen Artikels steht eine Parallelität, die Europäer kaum wahrnehmen bzw. auffällig verdrängen: während in Europa Religion verschwindet (gähnend leere Kirchen), gedeiht in der Welt des Islam und in dessen europäischer Diaspora eine politisierte Religiosität, die die Rückkehr der Religion in die Politik demonstriert. (mehr …)