Im Rahmen einer Publikumsveranstaltung des WDR in Köln diskutierten drei Islamexperten über Islam und Demokratie miteinander. Neben Bassam Tibi waren dies Prof. Birgit Schäbler, Nahost-Historikerin und Islamwissenschaftlerin von der Uni Erfurt sowie PD Dr. Levent Tezcan, Religionssoziologe vom Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Uni Bochum.

Die Diskussion vom 09.06.2016 ist in der Reihe „WDR 5 Funkhausgespräche“ aufgezeichnet und kann hier nachgehört werden.

Die Sendung wurde auf der Webseite des WDR folgendermaßen angekündigt:

„Islamistische Fanatiker rufen zum „Heiligen Krieg“ gegen den Westen auf. Können sie sich dabei zu Recht auf die Lehren des Islam berufen? Auf jeden Fall deuten sie die Religion dogmatisch als ein geschlossenes System von Werten und Normen. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Gottesstaats.

 Gemäßigte Muslime und Islamwissenschaftler sehen den historischen Islam dagegen als eine grundsätzlich offene Religion, die sich wie das Christentum ständig an neue Bedingungen angepasst hat. Aber warum gibt es in keinem islamisch geprägten Land eine Demokratie, in der Menschen- und Bürgerrechte umfassend geachtet werden? Sind Demokratie und Islam wirklich vereinbar? Ist der Islam überhaupt eine reformierfähige Religion? Oder ist er für den Missbrauch anfälliger als andere Glaubensrichtungen?“