Libyen als Transitland des Schmuggels von Armutsflüchtlingen über die Mittelmeerroute: Artikel von Bassam Tibi in der Basler Zeitung

Libyen als Transitland des Schmuggels von Armutsflüchtlingen über die Mittelmeerroute: Artikel von Bassam Tibi in der Basler Zeitung

Inzwischen hat sich die Balkanroute der Flüchtlinge einigermaßen beruhigt, obwohl von dort weiterhin Tausende (aber nicht mehr Hunderttausende) kommen. Dagegen hat sich die Zahl der Schwarzafrikaner, die über die andere Route, d.h. über Libyen nach Europa kommen, vermehrfacht. Die offiziell frisierte Zahl beträgt ca. 1/3 Million, die faktische Zahl ist aber weit höher. Was tut Europa gegen diese von Kriminellen kontrollierte Mittelmeerroute? Das ist das Thema des vorliegenden Artikels von B. Tibi, in dem zuerst der Tatbestand festgehalten wird und dann zwei Szenarien entworfen werden, nämlich erstens, ob man die Fluchtursachen in Libyen durch die staatliche Stabilisierung des Landes in den Griff bekommen kann, und zweitens, wie Europa den Schutz seiner Grenzen gewährleisten kann; jedenfalls nicht mit FRONTEX-Schiffen, die als „Taxi-Unternehmen“ für Armutsflüchtlinge fungieren. (mehr …)

Libyen: Analyse eines Landes ohne Staat

In einem Gastbeitrag der Wirtschaftswoche (Online-Ausgabe) analysiert Bassam Tibi die desolate Lage Libyens, wo es „seit dem Zusammenbruch der auf einem Stammesbündnis unter der Führung des Qadadfa-Stammes basierenden Qadhafi-Diktatur im Jahr 2011 keinen funktionierenden Staat mehr gibt“. Libyen ist das wichtigste Transitland für Armutsflüchtlinge nach Europa und eine Stammesgesellschaft ohne Staatsvolk. Die historische Analyse offenbart ein zentrales Problem der islamischen Welt, wie Tibi erläutert.

Der Beitrag ist auf der Webseite der Wirtschaftswoche frei zugänglich.

Neues Buchkapitel von Bassam Tibi: „Vom arabischen Frühling zum orientalischen Winter“

9783848713868Die Region des Nahen Osten ist die einzige in der Welt, die die globale Demokratisierung verpasst hat. Unerwarteterweise kam dann die Revolte des Arabischen Frühlings, die wenig informierte Beobachter gar für eine Revolution hielten. An der Universität Erlangen haben Professor George Tamer und seine Mitarbeiter ein Projekt samt Vorlesungsreihe über diese Thematik durchgeführt, aus dem das folgende von ihm herausgegebene Buch zum Andenken an Christoph Schumann hervorging:

Arabischer Aufbruch. Interdisziplinäre Studien zur Einordnung eines zeitgenössischen Phänomens. Baden-Baden: Nomos, 2014. (mehr …)