„Krieg ohne Hoffnung. In Syrien kämpfen Sunniten gegen Schiiten, um den IS geht es nur am Rande. Über einen unverstandenen Krieg“: Tibis Analyse in der Basler Zeitung vom 3. Oktober 2016

Unglaubliche Märchen dominieren in der westlichen Öffentlichkeit über den brutalen Krieg in Syrien, der seit 2011 wütet; bisher hat er mehr als eine halbe Million Todesopfer gefordert und 12 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Zu diesen Märchen gehört der linke Irrsinn, dieser Krieg sei von den USA als Ölpolitik angezettelt worden. (mehr …)

Tibi: Türkei wird das neue Syrien

Am 15. Juli erhob sich das kemalistische türkische Militär gegen die islamistische AKP-Herrschaft in einem dilettantisch durchgeführten Coup. Am nächsten Tag gratulierte Bundeskanzlerin Merkel dem türkischen Präsidenten Erdogan zum Sieg der Demokratie. In Reaktion auf den Coup ließ Erdogan Tausende von Richtern, Staatsanwälten, Professoren, Journalisten und fast alle Generäle der türkischen Streitkräfte verhaften.

In seinem Artikel hierzu in der Basler Zeitung vom 23. Juli deutet Tibi die AKP-Herrschaft als totalitär und prognostiziert ein Szenario des Staatszerfalls in der Türkei; auch weist er die Erdogan-Propaganda, der Coup sei von Gülen-Bewegung ausgeheckt worden, zurück. Dagegen argumentiert Tibi, dass der Konflikt entlang der Linien Kemalismus-Islamismus ausgetragen wird. (mehr …)

„Frauen als Faustpfand“: Bassam Tibis Essay in der „Welt am Sonntag“

Die Ereignisse von Köln waren nur ein Vorspiel: Viele arabische Migranten bringen ein patriarchalisches Gesellschaftsbild mit nach Deutschland, das Freiheiten bedroht, meint Bassam Tibi in seinem am 08. Mai 2016 in der Welt am Sonntag (Ausg. 11, S. 19) erschienenen Essay. Dieser ist – mit freundlicher Genehmigung der Redaktion – im Print-Format (pdf) sowie auch online nachzulesen.

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„Mein Syrien“: Artikel von Bassam Tibi in der schweizer Weltwoche sowie in der österreichischen Kleinen Zeitung

„Mein Syrien“: Artikel von Bassam Tibi in der schweizer Weltwoche sowie in der österreichischen Kleinen Zeitung

„Als ich meine Heimat 1962 für ein Studium in Frankfurt verliess, war Damaskus eine Wohlstandsoase, zu der ein Kurden- und ein Christenviertel gehörten. Nach dem Putsch 1970 ersetzte der Assad-Clan die ganze Oberschicht durch Aleviten. Wer das nicht versteht, kann den Krieg nicht begreifen.“

Lesen Sie den gesamten Beitrag von Bassam Tibi in der schweizer Wochenzeitung Weltwoche (Nr. 49) hier im Volltext (mit freundlicher Genehmigung der Redaktion).

Hinweis: Eine Langfassung des Essays  ist am 20.12.2015 in der österreichischen Kleinen Zeitung (S. 8-11) erschienen, hier im Volltext nachzulesen (mit freundlicher Genehmigung der Redaktion).

Neues Buchkapitel von Bassam Tibi: „Vom arabischen Frühling zum orientalischen Winter“

9783848713868Die Region des Nahen Osten ist die einzige in der Welt, die die globale Demokratisierung verpasst hat. Unerwarteterweise kam dann die Revolte des Arabischen Frühlings, die wenig informierte Beobachter gar für eine Revolution hielten. An der Universität Erlangen haben Professor George Tamer und seine Mitarbeiter ein Projekt samt Vorlesungsreihe über diese Thematik durchgeführt, aus dem das folgende von ihm herausgegebene Buch zum Andenken an Christoph Schumann hervorging:

Arabischer Aufbruch. Interdisziplinäre Studien zur Einordnung eines zeitgenössischen Phänomens. Baden-Baden: Nomos, 2014. (mehr …)