Bundeskanzlerin Merkel hat ihren verbrauchten Slogan „Wir schaffen das“ durch den neuen, ebenso inhaltsleeren mit dem Wortlaut „Fluchtursachen bekämpfen“ abgelöst. Tibi unterzieht diesen Slogan einer kritischen Analyse, die so auf dem Heftcover der CICERO-Februarausgabe 2017 (S. 76-81) angekündigt wird: „Bassam Tibi über Migration und den hilflosen Westen“. Darin werden die wahren Ursachen der Flucht aus Nahost, Zentralasien und Afrika nach Europa benannt.

Zuvorderst steht der Staatszerfall, verbunden mit Armut und demografischer Explosion. Es geht also weder um Asyl vor politischer Verfolgung noch um die Migration in einem regulierten Verfahren in einen Kontinent, der qualifizierte Migranten benötigt. Armutsflüchtlinge sind eine Belastung, aber kein Gewinn für Europa. Was stattfindet, ist nichts anderes als Völkerwanderungen aus Ländern, die von Armut und Überbevölkerung überlastet sind. Neben dem Staatszerfall steht das Phänomen des Youth Bulges im Mittelpunkt der Analyse. Zum Inhalt hat dieser Begriff den Anstieg des Anteils von 14-16-Jährigen an der Gesamtbevölkerung ohne jedwede Zukunftsperspektiven. Youth Bulges als No-Future-Generation führt zur Völkerwanderung von Minderjährigen nach Europa. Diese Jugendlichen kommen aus Eritrea, Nahost, Afghanistan und Nordafrika nach Europa, wo sie eine kriminelle Subkultur bilden und soziale Konflikte verursachen. Es wird die Frage gestellt: Wie will Frau Merkel diese Ursachen der Flucht vor Ort bekämpfen?

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    Tibi, Islamkritik ist nicht Islamophobie, Interview Bonner Generalanzeiger
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