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Prof. Dr. Bassam Tibi

em. Professor für Internationale Beziehungen

Bassam Tibi aktuell

Neue Beiträge über Bassam Tibis Vorträge, Veröffentlichungen oder sonstiges Aktuelle finden Sie unten auf dieser Startseite…

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Akademische Vita

Bassam Tibi ist emeritierter Professor für internationale Beziehungen. Er lehrte an der Universität Göttingen sowie u.a. an der Cornell University (USA).

Mehr zur Vita

Das Werk

Prof. Tibi gilt als Begründer der Islamologie. Sein Werk umfasst insgesamt 41 Monographien, davon 30 in deutscher und 11 in englischer Sprache.

zu den Büchern

Vorträge

Auch nach seiner Emeritierung 2009 hält Prof. Tibi Vorträge über Islam und Islamismus und zahlreiche weitere Themen seiner langjährigen Forschung.

zu den Vortragsthemen

Aktuelle Beiträge und Informationen 

Liebe Leserinnen und Leser

nach einer sehr massiven Präsenz in den zentralen deutschen Medien (1990-2001), besonders in der FAZ, im Spiegel und ZDF, bin ich in den Jahren 2002-2016 durch mediale Meinungsherrscher, die eine „Tyrannei der herrschenden Meinung und Gesinnung“ – diese Worte sind der Bibel der Demokratie „On liberty“ von John Stuart Mill entnommen – betreiben, ausgegrenzt worden. Der Grund hierfür waren meine „unbequemen Gedanken“. Bereits im 19. Jahrhundert hatte John Stuart Mill eine Gefahr für die Demokratie festgestellt, die eintritt, wenn Meinungsherrscher versuchen, „ihre eigenen Ideen…den Widerstrebenden aufzunötigen“. Nach der angegebenen Durststrecke ist es ist mir nach 14 Jahren 2016 gelungen, auf die öffentliche Bühne als Kritiker und Mahner durch Interviews in der Basler Zeitung, Wirtschaftswoche und Die Welt zurückzukehren.

Die überwältigende positive Aufnahme der Rückkehr meiner Stimme in einer deutschen Gegenöffentlichkeit hat mich dazu ermuntert,

Bassam Tibi auf dem neuen Campus der Universität Frankfurt, Adorno-Platz, neben dem Schreibtisch von Adorno (Dezember 2016)

Bassam Tibi auf dem neuen Campus der Universität Frankfurt, Adorno-Platz, neben dem Schreibtisch von Adorno (Dezember 2016)

wieder als Buchautor zu wirken, nachdem ich mit meinem letzten Buch in deutscher Sprache: „Euro-Islam“ (2009) Abschied von meinen deutschen Lesern genommen hatte. Das Ergebnis dieser Ermutigung ist ein neues Buch, nämlich eine völlig aktualisierte auf die Flüchtlingskrise zugeschnittene Neuausgabe meines Buches „Europa ohne Identität?“. Es erschien im Oktober 2016 rechtzeitig zur Buchmesse und zwar mit dem neuen auf die Flüchtlingskrise bezogenen mahnenden Untertitel „Europäisierung oder Islamisierung“.

In der für dieses Buch neugeschriebenen über 120 Seiten umfassenden Einführung erhebe ich meine Stimme gegen die Gesinnungsdiktatur in Deutschland und liefere eine nüchterne verantwortungsethische Analyse der Flüchtlingskrise. Die katastrophalen Auswirkungen des deutschen Sonderwegs auf Europa im Umgang mit dieser Krise sind Teil meiner Überlegungen. Ich tue dies jedoch stets mit einem besonderen Blick auf Deutschland.

Und noch eine Anmerkung: Dieses Buch habe ich verfasst im Sinne des Vermächtnisses meines akademischen Lehrers Max Horkheimer, der im Vorwort zu der zweibändigen Sammlung seiner Aufsätze „Kritische Theorie“ dazu aufruft, Europa als „Insel der Freiheit“ in einem „Ozean der Gewaltherrschaft“ gegen alle Totalitarismen zu verteidigen. Der Islamismus, der den Trend der Islamisierung indiziert, ist eine solche Gefahr, gegen die ich – so der Untertitel – die Europäisierung des Islam als Alternative offeriere. Das Buch erscheint deshalb mit einer Widmung für meinen jüdischen Lehrer Max Horkheimer, der dem Holocaust 1933 in die USA entfloh, dann aus Liebe zu Deutschland doch Anfang der 1950er Jahre in die deutsche Heimat zurückkehrte. Das war mein Glück, weil ich hierdurch bei Horkheimer in Frankfurt studieren konnte. Mein neues Buch ist von Horkheimers Einfluss auf mein Denken durchdrungen.

Lebensgeschichte

In der neuen umfangreichen 2016-Fassung seiner Autobiografie unter dem neuen Titel „Ein Syrer im Tollhaus Deutschland“ beschreibt Bassam Tibi sein Leben als Migrant aus Syrien in der Spannung des „deutschen Pendelns zwischen den Extremen“ (Plessner) im Geiste des „deutschen Pathos des Absoluten“ (Adorno); nach 56 Jahren Leben unter den Deutschen erkennt Tibi, dass Deutschland sein Qismet/Schicksal ist und nicht seine freie Wahl für einen Ersatz seiner ursprünglichen Heimat Syrien. Der Grund hierfür ist, dass Deutschland weder Ausgewogenheit noch Identität im Umgang mit dem Fremden zeigt und bietet. Hier liegt nur der erste Teil im Umfang von 84 Seiten vor, der zweite Teil folgt in Kürze. Hier geht es zur Autobiographie.

Curriculum Vitae

Einen umfassenden aktualisierten Lebenslauf von Bassam Tibi finden Sie in englischer Sprache hier!

Bücherseite

Bassam Tibi ist Autor von dreißig Büchern in deutscher Sprache sowie von weiteren 11 original in Englisch verfassten Monographien. Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt. Hier geht es zur Bücherseite…

“Europa ohne Identität?”: Neuauflage ist im Oktober 2016 bei Ibidem erschienen

Aktuelle Informationen zu Vorträgen, Interviews und Publikationen

„Falsche Tabus führen zu falscher Politik. Die wahren Fluchtursachen“: Analyse im Cicero (Februarausgabe 2017)

Bundeskanzlerin Merkel hat ihren verbrauchten Slogan „Wir schaffen das“ durch den neuen, ebenso inhaltsleeren mit dem Wortlaut „Fluchtursachen bekämpfen“ abgelöst. Tibi unterzieht diesen Slogan einer kritischen Analyse, die so auf dem Heftcover der CICERO-Februarausgabe 2017 (S. 76-81) angekündigt wird: „Bassam Tibi über Migration und den hilflosen Westen“. Darin werden die wahren Ursachen der Flucht aus Nahost, Zentralasien und Afrika nach Europa benannt. mehr lesen…

“Islamologie: sozialwissenschaftliche Erforschung islamischer Realitäten”: Tibis Dossier zum Islamismus

“Islamologie: sozialwissenschaftliche Erforschung islamischer Realitäten”: Tibis Dossier zum Islamismus

Für die Webseite des Bundeszentrale für politische Bildung hat Bassam Tibi eine Analyse des Islamismus verfasst. Darin erklärt er, warum die Islamwissenschaft die politische Erscheinung des Islamismus in der islamischen Zivilisation nicht erklären kann und plädiert für die Disziplin der “Islamologie”, die die gesellschaftlichen Realitäten erforscht. mehr lesen…

“Die große Völkerwanderung”: Neuer Artikel in der Basler Zeitung erschienen

“Die große Völkerwanderung”: Neuer Artikel in der Basler Zeitung erschienen

Es ist bedauerlich zu sehen, wie gleichermaßen ideologisch und ohne Sachkenntnisse die deutsche Debatte über die Flüchtlinge geführt wird. Das Paradebeispiel dafür ist das in diesem Artikel kritisierte Buch des Ehepaars Münkler “Die neuen Deutschen”. Darin werden statt Informationen Ideologie, Inkompetenz und Ignoranz über den Gegenstand demonstriert. Im Gegensatz zum Münkler-Buch schafft der Artikel Die große Völkerwanderung (Basler Zeitung vom 9.1.2017) Klarheit auf mehreren Ebenen. mehr lesen…

Bassam Tibi in den Senat der Deutschen Nationalstiftung berufen

Bassam Tibi in den Senat der Deutschen Nationalstiftung berufen

Bundespräsident a.D. Horst Köhler hat Prof. Tibi in einem ausführlichen Schreiben vom 10. November 2016 (siehe unten) mitgeteilt, dass der Senat der u.a. von Bundeskanzler Helmut Schmidt gegründeten Deutschen Nationalstiftung in seiner Sitzung vom 03.11.2016 „einstimmig und mit Freude beschlossen“ hat, Prof. Tibi auf sieben Jahre angelegte Mitgliedschaft in den Senat der Deutschen Nationalstiftung zu berufen. mehr lesen…

Libyen als Transitland des Schmuggels von Armutsflüchtlingen über die Mittelmeerroute: Artikel von Bassam Tibi in der Basler Zeitung

Libyen als Transitland des Schmuggels von Armutsflüchtlingen über die Mittelmeerroute: Artikel von Bassam Tibi in der Basler Zeitung

Inzwischen hat sich die Balkanroute der Flüchtlinge einigermaßen beruhigt, obwohl von dort weiterhin Tausende (aber nicht mehr Hunderttausende) kommen. Dagegen hat sich die Zahl der Schwarzafrikaner, die über die andere Route, d.h. über Libyen nach Europa kommen, vermehrfacht. Die offiziell frisierte Zahl beträgt ca. 1/3 Million, die faktische Zahl ist aber weit höher. Was tut Europa gegen diese von Kriminellen kontrollierte Mittelmeerroute? Das ist das Thema des vorliegenden Artikels von B. Tibi, in dem zuerst der Tatbestand festgehalten wird und dann zwei Szenarien entworfen werden, nämlich erstens, ob man die Fluchtursachen in Libyen durch die staatliche Stabilisierung des Landes in den Griff bekommen kann, und zweitens, wie Europa den Schutz seiner Grenzen gewährleisten kann; jedenfalls nicht mit FRONTEX-Schiffen, die als „Taxi-Unternehmen“ für Armutsflüchtlinge fungieren. mehr lesen…

„Migration – humanitäre Politik ist keine Einwanderungspolitik“ (in Cicero-Online vom 23.10.2016)

Dieser Artikel von Bassam Tibi basiert auf seinem auf dem Economic Forum Deutschland gehaltenen Impulsreferat im Kontext der Flüchtlingskrise. In diesem Cicero-Artikel setzt sich Tibi dafür ein, dass sich die Bundesrepublik, die zurzeit naturwüchsige Zuwanderung in ihr Territorium zulässt, in ein Einwanderungsland nach dem Vorbild der traditionellen Einwanderungsländern USA, Kanada und Australien verwandelt. mehr lesen…

Libyen: Analyse eines Landes ohne Staat

In einem Gastbeitrag der Wirtschaftswoche (Online-Ausgabe) analysiert Bassam Tibi die desolate Lage Libyens, wo es “seit dem Zusammenbruch der auf einem Stammesbündnis unter der Führung des Qadadfa-Stammes basierenden Qadhafi-Diktatur im Jahr 2011 keinen funktionierenden Staat mehr gibt”. Libyen ist das wichtigste Transitland für Armutsflüchtlinge nach Europa und eine Stammesgesellschaft ohne Staatsvolk. Die historische Analyse offenbart ein zentrales Problem der islamischen Welt, wie Tibi erläutert.

Der Beitrag ist auf der Webseite der Wirtschaftswoche frei zugänglich.

Beitrag in der Basler Zeitung erschienen: „Die verdeckte Islamisierung Europas”

Im deutschsprachigen Raum ist in den vergangenen Jahrzehnten ein in Verbänden organisierter Islam entstanden, dessen Funktionäre ohne demokratische Legitimation beanspruchen, die gesamt Islam-Diaspora zu vertreten; sie verfolgen hierbei das Ziel der Islamisierung. Das ist das Thema dieses in der Basler Zeitung erschienenen Artikels von Bassam Tibi, worin er ohne Polemik auf solider empirischer Basis folgende Beobachtungen festhält: mehr lesen…

Deutschland und der Islam – „Wir Muslime sind doch normale Menschen“

Deutschland und der Islam – „Wir Muslime sind doch normale Menschen“

Nicht erst seit der Flüchtlingskrise haben die Deutschen ein Problem mit sich, das sie auf Andere, hier auf den Islam und auf dessen Menschen, projizieren. Der große Helmuth Plessner diagnostizierte, dass die „Deutschen…kein rechtes Maß zu finden“ in der Lage seien, und deshalb „verfielen sie immer wieder dem Zauber der Extreme“. Daraus folgt, dass die Deutschen stets entweder für das eine oder für das ganz andere immer ohne rechtes Maß eintreten. mehr lesen…

„Krieg ohne Hoffnung. In Syrien kämpfen Sunniten gegen Schiiten, um den IS geht es nur am Rande. Über einen unverstandenen Krieg“: Tibis Analyse in der Basler Zeitung vom 3. Oktober 2016

Unglaubliche Märchen dominieren in der westlichen Öffentlichkeit über den brutalen Krieg in Syrien, der seit 2011 wütet; bisher hat er mehr als eine halbe Million Todesopfer gefordert und 12 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Zu diesen Märchen gehört der linke Irrsinn, dieser Krieg sei von den USA als Ölpolitik angezettelt worden. mehr lesen…

Bassam Tibi als Studiogast in der History-live-Sendung „Der neue Terror: 9/11 und die Folgen“

Anlässlich des 15. Jahrestages der Terroranschläge von 9/11 führte Guido Knopp in seiner seit 2013 bewährten Sendung History live „Der neue Terror: 9/11 und die Folgen“ eine einstündige Experten-Diskussion mit Bassam Tibi, US-Botschafter John Kornblum und der in Paris wirkenden Sicherheitsexpertin Florence Gaub. Die Sendung wurde ausgestrahlt am Sonntag, 11.09.2016, auf dem Sender Phoenix sowie in mehreren Wiederholungen. mehr lesen…

Gespräch des Economist mit Bassam Tibi, wiedergegeben Artikel „Germany’s refugee anniversary“

Anlässlich des Jahrestages der Flüchtlingskrise hat das britische Magazin The Economist ein Gespräch mit Bassam Tibi geführt, welches in den entsprechenden Artikel „Germany’s refugee anniversary“ (Economist vom 3. Sept. 2016), S. 22-23, integriert worden ist. Im Gegensatz zur Naivität von Merkels Willkommenskultur ist Tibi laut The Economist „less sanguine“. Gegenüber The Economist hat Tibi die Befürchtung geäußert, dass Merkels Willkommenskultur “last year…could even turn Germany into a ‚failed state‘“.  mehr lesen…

Artikel über “zugewanderten Judenhass” in der Weltwoche erschienen

In dem Artikel “Zugewanderten Judenhass. Der gefährlichste Antisemitismus kommt aus der Welt des Islam. Die Aufklärung hierüber ist keine Panikmache“ (Heft 36, vom 8. September 2016) greift Bassam Tibi auf seine dreißigjährige Forschung über den Islamismus (1980-2010) zurück, um in diesem Rahmen festzustellen, dass der Antisemitismus zu den sechs Wesensmerkmalen der religiösen Ideologie des Islamismus gehört (vgl. B. Tibi „Islamism and Islam“, Yale Univ. Press 2012, Kap. 3). Auf dieser Basis beobachtet Tibi, wie mit den Flüchtlingen aus Nahost ein neuer Antisemitismus nach Europa zuwandert. mehr lesen…

Buchkapitel von Bassam Tibi zum Arabischen Frühling und Demokratie

Buchkapitel von Bassam Tibi zum Arabischen Frühling und Demokratie

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus nach dem Fall der Berliner Mauer haben Wissenschaftler der Internationalen Beziehungen die Idee von Kants ewigem Frieden wiederaufgenommen, wonach ein solcher Friede zwischen Staaten Demokratie voraussetzt. Damit wurde das Konzept des „democratic peace“ geboren. In dem vorliegenden von Yakub Halabi herausgegebenen Band wird hierauf rekrutierend die Hoffnung thematisiert, dass Arab Spring eine Demokratie herbeiführt, die nicht nur zu einem demokratischen Frieden zwischen den Staaten der Region führt, sondern auch die Beziehungen der Region zu ihrer internationalen Umwelt neu prägt. mehr lesen…

Neue Buchveröffentlichung: “EUROPA OHNE IDENTITÄT? Europäisierung oder Islamisierung” erscheint im Oktober 2016

Bassam Tibis neu aufgelegtes Buch “Europa ohne Identität” ist im Oktober 2016 beim ibidem-Verlag Hannover mit neuem Untertitel “Europäisierung oder Islamisierung” erschienen. In der für dieses Buch neugeschriebenen über 120 Seiten umfassenden Einführung liefert Tibi eine nüchterne verantwortungsethische Analyse der aktuellen Flüchtlingskrise. mehr lesen…

RBB-Radio-Interview mit Bassam Tibi anlässlich der Genfer Übereinkunft zwischen Russland und den USA, die Syrien-Bombardierungen einzustellen

Für den 12.09. einigten sich Russland und die USA auf einen Waffenstillstand in Syrien; sie machten die Rechnung ohne den Wirt, d.h. ohne die am Boden kämpfenden Parteien. Einen Tag später wurde Tibi im RBB befragt, ob diese Vereinbarung, Frieden in Syrien bringen könnte. Seine Antwort war sehr skeptisch mit Verweis auf die drei Gruppen von Akteuren: lokal, regional und international. Nach Tibi können auswärtige Akteure keine Lösung auf regionale und lokale Akteure erzwingen (ausgestrahlt im RBB am 13.09.2016, 09:05 Uhr). mehr lesen…